Entlang der Eastcoast


Nach den Erlebnisberichten aus dem Kruegerpark und von den Bergen, moechte ich mal von meinen Erfahrungen und Erlebnissen mit den Menschen hier im Land erzaehlen... In den Staedten Johannesburg und Durban duerfte es so sein, dass sich die weisse und schwarze Bevoelkerung ziemlich aus dem Weg gehen. Klar dass es hier oft zu Auseinandersetzungen mit hoher Kriminalitaetsrate kommt,



da die zugewanderten Afrikaner in reichen Villen am Stadtrand leben, und die Schwarzafrikaner zumeist in Holz oder Blechhuetten in TownShips oder in verfallenen Wohnungen in der Stadt leben. Trotzdem kann man bei Tags durch die Staedte wandern, da ja eh viele Leute auf der Strasse herumspazieren. Trotz den Gegensaetzen duerfte sich laengerfristig gesehen hier viel verbessern....



Die Kinder gehen hier zur Schule, was zu einer Angleichung des Bildungs- und damit auch des Lebensstandard zwischen Schwarz und Weiss fuehren sollte. Und da Suedafrika ein sehr fruchtbares Land ist, gibt es auch genuegend zum Essen. Um die Entwicklung und die Probleme besser zu verstehen wurde mir hier von nem Afrikaner das Buch "Long Walk To Freedom" von Nelson Mandela empfohlen, welches ich mir in den naechsten Tagen kaufen und hineinziehen moechte.



All right, jetzt gehts aber mit dem Reisebericht weiter.... Also von den Drachenbergen ist's dann wieder zurueck nach Durban gegangen. - Das ist hier einer der Minibusbahnhoefe, mit denen man kostenguenstig, aber eher unbequem, wie ja schon im 1.Afrikabericht erwaehnt, von einem Punkt zum anderen kommt. Fuer unsere Reise entlang der Ostkueste haben wir uns dann fuer die touristischere Variante entschieden indem wir mit einem organisierten Busunternehmen von Hostel zu Hostel reisen.



Ganz witzig sind die Sammeltaxis in den Staedten,... da wird man vom Taximanager ins taxi gezerrt, welches eh schon vollkommen ueberfuellt ist, gefragt wo man hin will und nach 15 minuten wieder am Wunschort rausgeschmissen. Dabei wird mit ca. 120 dB Elektronikmusik gespielt und Kosten tut der Spass umgerechnet 20ct!... Ich hab schon eine neue Geschaeftsidee, wenn ich nach Oesterreich zurrueck komm: "Das 1 Euro Taxi"



Von Durban ist's dann nach Port St. Johnes gegangen... Hier der herrliche Strand!



Vom Hostel am Strand bin ich dann per Autostop ins Dorf gefahren,... Zuerst dacht ich mir das koennt gefaehrlich sein, aber sogar die Hostelmanager hatten gesagt, dass das hier in der Region kein Problem ist- und wirklich,...nach 2 Minuten Auto Stop, geschah folgendes: Da bleibt doch wirklich ein huebscher weisserf Toyota stehen, der fast aussieht wie mein Auto in Oesterreich....



Der aufmerksame Leser weiss jetzt schon, dass ich a) einen Opel Carina hab, und b) der Opel Carina in Neuseeland und Australien nach einem Bier benamt ist, naemlich "Corona". Die Ueberraschung war gross als ich hier den Namen inspezierte: CRESSIDA. Der gebildete Leser weiss auch, dass es sich hier nicht um ein Bier handelt, sondern dass Cressida eine Prinzessin Trojas war, bzw. dass auch William Shakespear seine Heldin in "Troilus und Cressida" so benamte, und schlussendlich wurde ein Mond des Planeten Uranus auch nach Shakespears dragischen Heldin bezeichnet! ....nicht nur der Nacktmull ist ein Gscheitscheisser!!!



Sicher und zuverlaessig wie ein Toyota ist, bin ich gut in der Ortschaft angekommen - das ist ein Marktstand in d Port St. Johnes



Und dort haben auch ueberall Kinder herumgetollt, mit denen ich auch mehrere Stunden gespielt, und die ich auf den Schultern quer durch die Botanik herumgetragen hab.... natuerlich nicht unentgeltlich: denn die haben mir am Tag meiner Abreise einen Topf mit Fruechten vors Zimmer gestellt.



Und fuer die Touristen gibts natuerlich auch immer wieder was zu sehen...



Das Wetter ist dann leider ein bisserl regnerisch geworden, und so bin ich rasch ueber Port Elizabeth nach Plettenberg gereist, wo ich Sandy dann wieder getroffen hab. Nach 2 Tagen am Strand gings ueber Wilderness weiter in die suedafrikanische Weingegend Stellenbosch, wo wir natuerlich gleich eine Weinverkostung gemacht haben.



Nachdem wir dann alle Weine durchgekostet hatten, gings zurueck zum Hostel wo der Bus bereits auf uns wartete, der uns dann sicher (aber nicht so zuverlaesslich wie ein Toyota) nach Kapstadt gefuehrt hatte. Und jetzt bin ich seit 3 Tagen hier in Kapstadt und hab auch schon wieder eine Menge gesehen und erlebt,- der naechste Bericht wird nicht lange auf sich warten lassen....